Therapie

Eine adäquate Osteoporose Therapie muss individuell angepasst sein und umfasst in der Regel verschiedene Bausteine. Die wichtigsten Allgemeinmaßnahmen sind ausreichende Bewegung und richtige Ernährung.

Liegt ein deutliches Knochenbruckrisiko vor, ist zusätzlich eine medikamentöse Therapie erforderlich. Es stehen verschieden Medikamente zur Verfügung. Das Mittel der Wahl sind Bisphosphonate. Weitere Optionen, die der Arzt einsetzen kann, sind Östrogen-Rezeptor-Modulatoren, Strontiumranelat, Teriparatid sowie Denosumab.

Verursachen länger zurückliegende Brüche chronische Schmerzen, werden neben den Schmerzmitteln physikalische Therapiemaßnahmen (wie Wärmebehandlungen) und Physiotherapie eingesetzt. Das Tragen von Miedern (Orthesen) kann ebenfalls sinnvoll sein.

Im täglichen Leben ist darauf zu achten, das Sturzrisiko durch Hilfsmittel, ausreichende Beleuchtung sowie das Entfernen von Stolperfallen zu minimieren. Das Schuhwerk sollte flache und rutschfeste Solen haben und guten Halt geben.

Helfen Durchwärmungsanwendungen?

Wärmeanwendungen entspannen die Muskulatur und wirken schmerzlindernd. Durchwärmungsanwendungen können die medikamentöse Therapie unterstützen, da sie die Durchblutung und den Stoffwechsel vor allem in der Körperschale (Muskulatur, Knochen, Gelenke, Bindegewebe) verbessern.

Die Niedertemperatur-Infrarottechnologie bietet eine Durchwärmung des Körpers mit geringer Belastung des Herz-Kreislauf-Systems. Sie ist daher auch für ältere Menschen nutzbar.

Darüber hinaus sind Durchwärmunganwendungen im Umfeld von Sport, Bewegungs- und Physiotherapie ein wichtiger Baustein. Sie verbessern die intramuskuläre Koordination und senken das Verletzungsrisiko. Übungsprogramme können somit leichter und vor allem effizienter durchgeführt werden.