Diagnose

Besteht der Verdacht, dass eine Osteoporose vorliegt, sollte der Arzt aufgesucht werden. Allerdings kann heute durch Knochendichtemessungen, die Osteoporose bereits vor dem Auftreten der ersten Symptome festgestellt werden. So können Medikamente, die den Knochenstoffwechsel beeinflussen bereits frühzeitig eingesetzt werden. Bestimmten Risikogruppen wird daher eine regelmäßige Basisdiagnostik empfohlen. Diese umfasst neben einer ausführlichen Anamnese und körperlichen Untersuchung die Knochendichtemessung und Blutuntersuchungen.

Zu den Risikogruppen rechnet man grundsätzlich Frauen über 70 und Männer über 80 Jahren, sowie Menschen, die über drei Monate hochdosiert Kortison einnehmen mussten oder an Störungen der Nebenschilddrüsen, Nebennieren oder Hypophyse leiden.

Sinnvoll ist eine Abklärung auch bei Frauen ab 50 und Männern ab 60 Jahren, wenn

  • eine weitgehende Entfernung des Magens erfolgte,
  • eine längere, niedrigdosierte Kortisontherapie notwendig ist,
  • bestimmte blutzuckersenkende Medikamente (Glitazon bei Frauen) oder antihormonelle Therapien (bei Brust- oder Prostatakrebs) verabreicht werden,
  • autoimmunologische Grunderkrankungen vorliegen,
  • eine familiäre Häufung vermutet wird,
  • Nikotinabusus vorliegt oder
  • Untergewicht besteht.

Prognose

Eine adäquate und konsequente Behandlung reduziert die Krankheitsaktivität, minimiert das Komplikationsrisiko und ermöglicht den Betroffenen in der Regel eine normale Lebenserwartung. Ohne Therapie verschlimmert sich die Osteoporose dagegen schnell. Es häufen sich Knochenbrüche und starke Schmerzen mit massiven Bewegungseinschränkungen die bis zur Invalidität führen können.

Prävention

Wer dem "Knochenschwund" vorbeugen will, sollte zunächst die bekannten Risikofaktoren minimieren. Die wichtigsten Maßnahmen sind daher gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung.

Achten Sie auf eine kalziumreiche Ernährung durch Milchprodukte, Gemüse (wie Spinat) und kalziumhaltigen Wasser. Die Kalziumzufuhr pro Tag sollte 1000 - 1500 Milligramm betragen. Wichtig für starke Knochen ist zudem Vitam D. Es findet sich unter anderem in fettreichen Fischsorten (wie Hering), Butter, Fischöl und Eigelb. In der Haut kann der Körper unter Einfluss von ultravioletter Strahlung Vitamin D auch selbst herstellen. Dazu sollten Arme und Gesicht täglich mindestens 30 Minuten dem Tageslicht ausgesetzt werden. Bei einer unzureichenden Vitam D-Versorgung kann der Arzt eine Vitamin-D-Zufuhr, meist kombiniert mit Kalziumeinnahme empfehlen.

Zwar ist auch Phosphat für die Knochenfestigkeit wesentlich, allerdings nehmen wir über unsere Nahrung oft schon zu viel davon aus. Ein Phosphatüberschuss bindet Kalzium, welches dann nicht mehr für den Knochenaufbau zur Verfügung steht. Phosphatreiche Lebensmittel (Zusatz E 338-341 und E 450) wie Fleisch, Wurst, Schmelzkäse und Colagetränke sollten daher reduziert werden. Verzichten Sie ferner auf Tabak und Alkohol und trinken Sie nicht zu viel Kaffee.

Regelmäßige Bewegung hat sowohl in der Prävention als auch bei der Behandlung der Osteporose einen hohen Stellenwert. Entscheidend ist die tägliche Bewegung, nicht eine bestimmte Leistung die erbracht wurde.

Geeignete Sportarten können vor allem

  • Muskelaufbau,
  • Spazierengehen,
  • Walken,
  • leichtes Jogging sowie
  • Schwimmen und
  • Wassergymanstik sein.

Grundsätzlich sollten Sie geeignete Sportarten und Trainingsbelastungen mit Ihrem behandelnden Arzt absprechen.
Interessant sind Studien, welche die Effekte eines Trainings auf Vibrationsplatten untersuchen. Diese Übungen können den Aufbau von Knochensubstanz anregen - sollten aber nur unter fachlicher Betreuung durchgeführt werden.
Achten Sie im Alltag auf ein rückenschonendes Verhalten (häufiger Wechsel bei der Sitzhaltung, ergonomische Sitz- und Schlafmöglichkeit, schwere Lasten und gebückte Haltung vermeiden.)